Texte + Anekdoten


Zum Thema "Achtsamkeit:

 

Achtsamkeit ist nicht das, was in der spirituellen Szene aus ihr gemacht wird.
Achtsam zu sein bedeutet nicht, dass du die ganze Zeit freundlich bist.
Ich wiederhole das liebend gerne:
Achtsam zu sein bedeutet nicht, dass du die ganze Zeit freundlich bist!


Achtsamkeit bedeutet auch nicht, dass du keine Fäkalwörter mehr verwendest und nur noch flüsterst und die ganze Zeit von Licht und Liebe säuselst.
Achtsamkeit ist das Gegenteil von Verdrängung und damit das Gegenteil von dem, was daraus gemacht wird.
Achtsamkeit ist so viel einfacher und deshalb so viel mehr und auch so viel kraftvoller als der Abklatsch davon.


Achtsam bist du, wenn du alles fühlst und nichts mehr verdrängst.
Dadurch bist du alles, weil du alles integrierst!
Das ist es, was ich meine, wenn ich sage:
Du kannst alles sein!

 

Achtsamkeit bedeutet, dass du bereit bist, alles zu fühlen ... auch deinen Hass, deine Wut, deine Ablehnung.
Denn all diese Gefühle sind nicht, was wir daraus machen. Durch ihre Verdängung machen wir nämlich etwas Unerwünschtes aus ihnen.
Wenn du Ärger, Hass und Wut pur fühlst, erkennst du enorme Klarheit, statt Verurteilung.

 

Diese so genannten negativen Gefühle sind nicht gegen dich.
Sie sind für dich!
Sie sorgen für deine Klarheit.
Und dadurch fühlst du deine gesamte Lebenskraft.
Durch Abspaltung und Verdrängung deiner Schatten sprichst du vielleicht davon, dass wir alle Licht und Liebe sind, aber du lebst es nicht.
Du bist wirklich und tatsächlich alles!

 

Das bedeutet aber auch, dass du nicht nur all die schönen Gefühle bist, sondern auch all die so genannten negativen, scheinbar hässlichen und ungeliebten Gefühle.
Wenn du deine ungeliebten Gefühle wieder fühlen kannst, wirst du ganz und zu der, die du schon immer warst ... unendlich achtsame, alles einschließende Liebe, die nicht im Widerspruch zu irgendeinem Gefühl steht.

 

Achtsamer zu werden bedeutet, dass du pur wirst.
Keine abgespeckte, angepasste Version und auch kein spiritueller Fake von dir.
Du wirst du, so wie du bist. Pur du selbst!

 

Niemand muss dich dafür verehren.
Doch viele werden dich dafür lieben, weil es so angenehm und unendlich befreiend ist, einem echten Menschen zu begegnen.

 

Die Kraft, die einem authentischen Leben entspringt, kannst du dir in deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen.
Wenn sie da ist, ist sie zwar viel sanfter als du dachtest, aber auch millionenfach stärker.
Wir alle warten nur darauf, dass du dich endlich so zeigst, wie du bist.

 

Komm aus deinem Versteck heraus. Setz deine Masken ab und lass die Hosen runter.
Liebe dich so, wie du bist - mit all deinen Gefühlen.
Ich liebe dich schon jetzt!


Danke an Stefan Hiene


Du vermutest, Du seist die Schwierigkeit,

doch Du bist die Heilung.

 

Du vermutest, Du seist das Schloss zur Tür,

doch Du bist der Schlüssel, der sie öffnet.

 

Es ist schade, dass Du jemand anderes sein möchtest.

Du siehst nicht Dein Gesicht,  Deine eigene Schönheit.

Dennoch ist kein Gesicht schöner als Deins.

Danke an Rumi


Die Einladung

 

Es interessiert mich nicht, wovon Du Deinen Lebensunterhalt bestreitest.

Ich möchte wissen, wonach Du Dich sehnst und ob Du es wagst, davon zu träumen, Deine Herzenswünsche zu erfüllen.

 

Es interessiert mich nicht, wie alt Du bist.

Ich möchte wissen, ob Du es riskieren wirst, verrückt vor Liebe zu sein, vernarrt in Deine Träume,

in das Abenteuer, lebendig zu sein.

 

Es interessiert mich nicht, welche Planeten in welcher Konstellation zu Deinem Mond stehen.

Ich möchte wissen, ob Du die Mitte Deines Leids berührt hast, ob Du durch Verrat, den Du im Leben erfahren hast, aufgebrochen und offen geworden oder geschrumpft bist und Dich verschlossen hast vor Angst und weiterem Schmerz.

 

Ich möchte wissen, ob Du dasitzen kannst mit Schmerz – meinem oder Deinem eigenen –

ohne irgendeine Bewegung der Ausflucht, ohne den Schmerz zu verbergen, ohne ihn verschwinden zu lassen, ohne ihn festzuhalten.

 

Ich möchte wissen, ob Du mit Freude dasein kannst – meiner oder Deiner eigenen –

ob Du mit Wildheit tanzen und zulassen kannst, daß Ekstase Dich erfüllt bis in die Fingerspitzen und Zehen hinein, ohne jene Vorsicht, in der du dich in acht nimmst, realistisch bist und dich an die Begrenzung des Menschendaseins erinnerst.

 

Es interessiert mich nicht, ob die Geschichte, die Du mir erzählst, wahr ist.

Ich möchte wissen, ob Du jemanden enttäuschen kannst, um zu Dir selbst ehrlich zu sein, ob Du es erträgst, daß Dir deshalb jemand Vorwürfe macht und Du trotzdem Deine eigene Seele nicht verrätst.

Ich möchte wissen, ob Du treu sein kannst und zuverlässig.

 

Ich möchte wissen, ob Du Schönheit sehen kannst, auch dann, wenn es nicht jeden Tag schön ist

und ob Du in Deinem Leben einen göttlichen Funken spürst.

Ich möchte wissen, ob Du mit Mißerfolg leben kannst – mit Deinem und meinem –

und immer noch am Ufer eines Sees stehen und “Ja“ zum Vollmond rufen kannst.

 

Es interessiert mich nicht, wo Du lebst oder wie viel Geld Du hast.

Ich möchte wissen, ob Du nach einer kummervollen Nacht voller Verzweiflung aufstehen kannst

–ausgelaugt und mit Schmerzen – und trotzdem tust, was getan werden muß für Deine Kinder oder andere Menschen.

 

Es interessiert mich nicht, welche Schulausbildung Du hast oder wo und bei wem Du studiert hast.

Ich möchte wissen, ob Du mit mir in der Mitte des Feuers stehen und nicht zurückschrecken wirst.

Ich möchte wissen, was Dich von innen aufrecht erhält, wenn alles andere wegfällt.

 

Ich möchte wissen, ob Du mit Dir selbst alleine sein kannst

und ob Du wirklich die Leute magst, mit denen Du Dich in Zeiten der Leere umgibst.

 

Danke an Oriah Mountain Dreamer

(im Mai 1994, http://www.oriahmountaindreamer.com)

aus dem Amerikanischen übersetzt von Jena Ilka Frey

 

 

Klärende Notiz zu dieser Prosa: Botschaft von Oriah Mountain Dreamer

„Obgleich es mir gefällt, daß dieses Stück ‚Die Einladung‘ viele andere angesprochen hat, und ich mich freue, daß es weiter gegeben wird, bitte ich darum, daß Ihr das Original achtet dadurch, daß Ihr es weiter gebt, so wie es geschrieben wurde. Ich lebe als Lehrerin und Schriftstellerin in Toronto mit meinen Söhnen, zwei Teenagern. Meine Familiengeschichte schließt Geschichten von schottischer, deutscher und indianischer Abstammung ein, doch ich bin eine kanadische Frau und kein indianischer Stammesältester, wie bisweilen berichtet wurde; ich bin weder alt genug noch weise genug, um den Status einer Ältesten in irgend einem Volk zu beanspruchen. Ich hatte das Privileg, mit eingeborenen amerikanischen Ältesten zu studieren und von ihrer Weisheit zu lernen. Die gaben mir auch den Medizinnamen ‚Mountain Dreamer‘. Mein erstes Buch ‚Confessions of a spiritual thrill seaker‘ ist im Moment vergriffen. Zur Zeit arbeite ich an einem Buch ‚The Invitation‘, in dem ich die Gedanken und Lehren in diesem kleineren Stück ausführlicher darstelle. ‚Dreams of desire‘ ist eine kleine Sammlung von Gedichten, die ausschließlich durch Mountain Dreaming zu haben sind.

Oriah Mountain Dreamer“

 


DIE FÜNF FREIHEITEN

 

Die Freiheit

zu sehen und zu hören was jetzt ist,

anstatt was sein sollte,

was war oder was sein wird

 

Die Freiheit

zu fühlen, was ich fühle,

anstatt zu fühlen, was man fühlen sollte

 

Die Freiheit

zu sagen, was ich fühle und denke,

anstatt was ich fühlen und denken sollte

 

Die Freiheit

danach zu fragen, was ich gerne möchte,

anstatt auf Erlaubnis zu warten

 

Die Freiheit

auf eigene Faust Risiken einzugehen,

anstatt immer auf Nummer Sicher

 Danke an Virginia Satir


Als ich mich selbst zu lieben begann... habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,

zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein.

Heute weiß ich: Das nennt man SELBST-BEWUSST-SEIN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.

Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich verstanden, wie sehr es jemand beleidigen kann, wenn ich versuche, diesem Menschen meine Wünsche aufzudrücken, obwohl ich wusste, dass die Zeit nicht reif war und der Mensch nicht bereit, und auch wenn ich selbst dieser Mensch war.

Heute weiß ich: Das nennt man RESPEKT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen

und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Einladung zum Wachsen war.

Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.

Heute mache ich nur das, was mir Freude und Glück bringt, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem eigenen Rhythmus.

Heute weiß ich, das nennt man EINFACHHEIT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.

Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,

aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt.

Heute habe ich erkannt: das nennt man BESCHEIDENHEIT.

 

Als ich mich selbst zu lieben begann,

habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen.

Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag, Tag für Tag,

und nenne es BEWUSSTHEIT.

 

Als ich mich zu lieben begann,

da erkannte ich, dass mich mein Denken behindern und krank machen kann. Als ich mich

jedoch mit meinem Herzen verband, bekam der Verstand einen wertvollen Verbündeten.

Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

 

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,

Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten.

Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !

 

Danke an Charlie Chaplin (an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959)


Today...

 

Dare to allow yourself to be seen.

Dare to tell the truth.

Dare to stop pretending.

 

Dare to stay present to the secret fire that burns inside.

Dare to be wildly inconsistent.

Dare to let another in.

 

Dare to let go of the image.

Dare to never be prepared.

Dare to give everything

for the awakening of love

 

Dare to fail.

Dare to mess everything up.

Dare to fall to the ground,

humbled again, laughing.

 

Dare to dream and let dreams die.

Dare to honour the past but not cling to it.

Dare to give an honest Yes and an honest No.

 

Dare to be wrong.

Dare to be right.

Dare to be real.

 

Dare to be here.

 

Today.

 

Danke an Jeff Foster


Achte auf Deine Gedanken

 

Achte auf Deine Gedanken,

denn sie werden zu Gefühlen.

 

Achte auf Deine Gefühle,

denn sie werden zu Worten.

 

Achte auf Deine Worte,

denn sie werden zu Handlungen.

 

Achte auf Deine Handlungen,

denn sie werden zu Gewohnheiten.

 

Achte auf Deine Gewohnheiten,

denn sie werden Dein Charakter.

 

Achte auf Deinen Charakter,

denn er wird Dein Schicksal.

Danke an die unbekannte chinesische Quelle bzw. den Talmud


Ich war vom ersten Moment an da,

im Adrenalin, das durch die Adern deiner Eltern floss, als sie sich liebten um dich zu empfangen,

und später in der Flüssigkeit ,

die deine Mutter in dein kleines Herz pumpte,

also du noch nichts weiter als ein Parasit warst.

 

Ich kam zu dir, noch bevor du sprechen konntest, bevor du auch nur irgendetwas verstehen konntest von dem, was die anderen dir sagten.

Ich war schon da, als du ungeschickt deine ersten Schritte unternahmst, vor den vergnügt belustigten Augen aller.

Als du unbeschützt und ausgesetzt warst,

als du verletzbar und bedürftig warst.

Ich trat in dein Leben, wie ein magischer Gedanke, in meiner Begleitung waren...

der Aberglaube und die Beschwörungsformeln,

die Fetische und Amulette....

die guten Manieren, die Gewohnheiten, die Tradition

deine Lehrer,

deine Geschwister und deine Freunde...

 

Bevor du wusstest, dass es mich gibt, teilte ich deine Seele in eine helle und eine dunkle Welt.

Eine Welt mit dem, was gut, und eine mit dem, was nicht gut ist.

Ich brachte dir das Schamgefühl,

ich zeigte dir all das Schadhafte an dir,

das Hässliche,

das Dumme,

das Unangenehme.

Ich klebte dir das Etikett "anders" auf,

ich sagte dir zum ersten Mal ins Ohr,

dass etwas ganz und gar nicht gut lief bei dir.

 

Ich existierte schon vor der Bewusstwerdung, schon vor der Schuld,

vor der Moral,

mich gibt es seit Beginn der Zeitrechnung,

seitdem Adam sich fur seinen Korper schämte,

als er dessen Nacktheit bemerkte und sie bedeckte.

Ich bin der ungeliebte Gast,

der unerwünschte Besucher,

und trotzdem bin ich der erste der kommt, und der letzte, der geht.

 

Ich bin mit der Zeit mächtig geworden,

indem ich die Ratschläge deiner Eltern befolgte,

darüber, wie man im Leben Erfolg hat.

Indem ich die Gebote deiner Religion beachtete,

die dir sagen, was du zu tun und lassen hast,

um in Gottes Schoß aufgenommen zu werden.

Indem ich die grausamen Scherze deiner Schulkameraden erlitt, wenn sie sich über deine Schwächen lustig machten.

Indem ich die Erniedrigungen deiner Vorgesetzten ertrug.

Indem ich dein unansehnliches Spiegelbild betrachtete und es anschließend mit Berühmtheiten verglich.

 

Und jetzt, endlich,

mächtig wie ich bin, und durch die einfache Tatsache,

dass ich eine Frau bin,

dass ich schwarz bin,

dass ich Jude bin,

dass ich homosexuell bin,

das ich Orientale bin,

dass ich unfähig bin,

dass ich groß, klein, dick bin...

kann ich mich in einen Haufen Müll verwandeln,

in Abschaum,

in einen Sündenbock,

in den Universalschuldigen,

in einen verdammten abzulehnenden Bastard.

 

Generationen von Männern und Frauen halten mir die Stange. Du kannst dich nicht von mir lösen.

Das Leid, das ich verursache, ist so erdrückend,

dass du mich, um es zu ertragen,

an deine Kinder weiterreichen musst, damit sie mich an die ihren reichen, von Jahrhundert zu Jahrhundert.

Um dir und deinen Nachkommen zu helfen, werde ich mich als Perfektion verkleiden, als hohe Ideale,

Selbstkritik,

Patriotismus, Moralität,

gute Gepflogenheit, als Selbstkontrolle.

 

Der Schmerz, den ich dir verursache, ist derart stark, dass du mich verleugnen willst,

und deshalb wirst du versuchen

mich hinter deinen Persönlichkeiten zu verstecken, hinter Drogen,

hinter deinem Kampf ums Geld,

hinter deiner Neurose,

hinter deiner unterdrückten Sexualitat.

 

Aber egal was du tust,

egal wohin du gehst,

Ich werde dort sein,

immer.

Denn ich reise mit dir,

Tag und Nacht,

ununterbrochen,

grenzenlos.

 

Ich bin die Hauptursache für Abhängigkeit,

des Besitzanspruchs,

der Anstrengung,

der Unmoral,

der Angst,

der Gewalt,

des Verbrechens,

des Wahnsinns.

 

Ich werde dich die Angst vor Zurückweisung lehren

und dein Leben dieser Angst anpassen.

Von mir bist du abhängig, wenn du weiterhin diese begehrte, gewünschte Person sein willst,

die gefeierte,

freundlich und angenehm,

die du heute den anderen vorführst.

Von mir hängst du ab, denn ich bin die Truhe, in der du die unangenehmen Dinge versteckst, die lachhaftesten,

die unerwünschtesten deiner selbst.

 

Dank mir hast du gelernt,

dich mit dem zufriedenzugeben, was das Leben dir gibt,

denn was dir auch widerfährt,

wird immer mehr sein, als das, was du glaubst verdient zu haben.

 

Ich bin....

das Gefühl der Ablehnung, das du dir selbst gegenüber hegst.

Erinnerst du dich an unsere Geschichte...

Alles begann an jenem grauen Tag, an dem du aufhörtest stolz

"ich bin!" zu sagen.

Und beschämt und ängstlich senktest du den Kopf und ändertest deine Worte und dein Handeln, gemäß dem Gedanken:

"Ich sollte sein."

 

Danke an Leo Booth "Ablehnung"


Die drei Siebe – eine Anekdote

 

Eines Tages kam einer zu Sokrates und war voller Aufregung.

"He, Sokrates, hast du das gehört, was dein Freund getan hat? Das muss ich dir gleich erzählen."

 

"Moment mal", unterbrach ihn der Weise. "hast du das, was du mir sagen willst, durch die drei Siebe gesiebt?"

"Drei Siebe?" fragte der Andere voller Verwunderung.

"Ja, mein Lieber, drei Siebe. Lass sehen, ob das, was du mir zu sagen hast, durch die drei Siebe hindurchgeht.

Das erste Sieb ist die Wahrheit. Hast du alles, was du mir erzählen willst, geprüft, ob es wahr ist?"

"Nein, ich hörte es irgendwo und . . ."

"So, so! Aber sicher hast du es mit dem zweiten Sieb geprüft. Es ist das Sieb der Güte. Ist das, was du mir erzählen willst - wenn es schon nicht als wahr erwiesen ist -, so doch wenigstens gut?"

Zögernd sagte der andere: "Nein, das nicht, im Gegenteil ..."

"Aha!" unterbrach Sokrates. "So lass uns auch das dritte Sieb noch anwenden und lass uns fragen, ob es notwendig ist, mir das zu erzählen, was dich erregt?"

"Notwendig nun gerade nicht ..."

 

"Also", lächelte der Weise, "wenn das, was du mir das erzählen willst, weder erwiesenermaßen wahr, noch gut, noch notwendig ist, so lass es begraben sein und belaste dich und mich nicht damit!"

Danke an die unbekannte Quelle


…And you have treasures hidden within you – extraordinary treasures-

and so do I, and so does everyone around us.

And bringing those treasures to light takes work and faith and focus and corage and hours of devotion,

and the clock is ticking, and the world is spinning,

and we simply do not have time anymore to think small. …”

Aus: Big Magic: Creative Living Beyond Fear

Danke an Elizabeth Gilbert